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Die Geschichte von Delheim, damals "De Drie Sprong" - wo sich drei Strassen treffen - genannt, geht zurück bis ins Jahr 1699.

Von Relevanz für den Weinbau waren die Jahre ab 1938, als Hans Otto Hoheisen, der Onkel von Spatz Sperling, die Farm erwarb.

Ursprünglich als Alterssitz für seine Frau Deli und ihn geplant, wurde das Potenzial des 200 ha umfassenden Landbesitzes bald klar und zwei Jahre später wurden die Obstbäume, sowie das Buschwerk zugunsten von Rebstöcken gerodet.

 
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Delheim Spatzendreck
Delheim Spatzendreck - Riesling

Aufgrund einer Studie von Professor Perold wurden die Traubensorten Kap Riesling, Pinot Noir, Cabernet Sauvignon und Hanepoot angebaut. Allerdings gab es damals weder weinbauliche noch önologische Experten, in den Kriegsjahren der 1940er standen allein Pflegeleichtigkeit und Ertragskraft im Vordergrund. Deli Hoheisen half während den schwierigen Jahren tatkräftig auf dem Feld und im Keller mit, worauf Hans Otto Hoheisen als Dank das Weingut Delheim benannte, abgeleitet von Delis Heim. Weitere Infos finden Sie auf unserem Weinblatt, wo Sie weitere Informationen über die Weinproduktion, Kellermeister und Weinproben erhalten.

Spatz Sperling, Neffe der Hoheisens, kam 1951 nach Südafrika. Während eines Besuchs von Deli in Deutschland versprach er, nach Stellenbosch zu kommen und die Beiden auf der Farm zu unterstützen. Hans Otto Hoheisen verliess bald die Farm und überliess sie Spatz Sperling. Er widmete sich in den Folgejahren seiner Gamefarm nahe des Krüger Nationalparks. Spatz Sperling wurde zum Synonym für Delheim, wirkt nun seit mehr als 60 Jahren auf der Farm und hat in dieser Zeit fast unüberwindbare Probleme gemeistert. 1959 gewann Delheim an der 'South African Wine Show' den Preis für den besten trockenen Weisswein. Dieser Erfolg setzte sich in den 60er Jahren fort und festigte den Ruf Delheims als eines der Vorzeigegüter Südafrikas. Der 'Spatzendreck', eine Spätlese hauptsächlich aus Chenin Blanc, trug ebenfalls viel zur Bekanntheit von Delheim bei, weil lange Zeit süsse den trockenen Weinen bevorzugt wurden. Allerdings konnte er erst 1961 auf den Markt gebracht werden, nachdem die bräunlich aussehende Flüssigkeit bei einer Degustation unter Freunden folgendermassen kommentiert wurde: "Spatz, das ist jetzt aber wirklich Dreck!". Der 'Edelspatz', eine Trockenbeerenauslese aus 100% Riesling, wurde 1979 auf den Markt gebracht.

1971 gründeten Spatz Sperling, Neil Jourbert von Spier und Frans Malan von Simonsig die erste Weinroute von Stellenbosch, fünf Jahre später wurde ein Restaurant eröffnet, um die Touristenströme auffangen zu können. Spatz Sperling erkannte das Potenzial der hohen Lagen auf Delheim für Weissweine. Andererseits war ihm bewusst, dass das Terroir nicht ideal ist für Rotweine, worauf er 80 ha Weinberge 8 km nordwestlich von Delheim, gelegen am 'Klapmutskop', kaufte. Seither werden für die meisten Rotweine Trauben von Delvera unter dem Label 'Vera Cruz', benannt zu Ehren von Spatz Sperlings Frau, verwendet und für die Weissweine diejenigen aus den Höhenlagen von Delheim.

Heute führen Nora und Victor Sperling das Weingut an den südwestlichen Hängen des Simonsberges. Verkaufsschlager ist der Rose, der aus Pinotage vinifiziert wird. Der 'Chardonnay Sur Lie' wurde in London an der International Wine & Spirit Competition als Bester seiner Klasse ausgezeichnet. Aushängeschilder bei den Rotweinen sind der 'Grand Reserve', ein Bordeaux Blend, und der 'Vera Cruz Shiraz'. Das Ambiente rund um die Herrenhäuser, Keller, Tastingraum und Restaurant lädt zum Verweilen ein. Auf Anfrage werden Picknicks vorbereitet, die unter den alten Eichen serviert werden.

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