Rebschulen

Die meisten Rebschulen beschäftigen sich mit der Vermehrung und den Vertrieb von Weinstöcken. Die Rebenveredlung ist zu einer Philosophie geworden, um altes Erbgut zu erhalten. Es wird unterschieden zwischen Tafeltrauben und Keltertrauben. Tafeltrauben sind für den Verzehr bestimmt. Keltertrauben können für die Herstellung von Rot- oder Weissweinen genutzt werden. Bei der Produktion von Ertragsreben (Pfropfreben) werden pilzfeste Tafelreben angebaut und vertrieben. Viele Tafeltrauben besitzen keine Kerne mehr, was durch Kreuzungen erreicht worden ist. Es werden bewährte Klone und Genetik in Rebschulen verwendet. Viele Winzer können nicht jede Rebsorte anpflanzen und benötigen einen marktgerechten Sortenspiegel für ihre Weinfarm.

Ihre Weinanpflanzungen

Viele Rebschulen besitzen ein Gartenzenter mit Baumschule und betreiben einen Pflanzenhandel. Viele von ihnen beliefern auch die Nachbarstaaten und versorgen viele Hobbywinzer & Weingüter mit jungen Rebstöcken. Sie bieten neben Rebstöcken viele weitere pflanzliche Produkte an. Das Ausgangsmaterial für die Rebsorten wird in Schnittgärten produziert. Durch ständige Kontrolle und Pflege der Mutterpflanzen werden neue Rebstöcke gewonnen. Die Aufzucht kann in Gewächshäusern aber auch auf dem Freiland erfolgen. Ziel jeder Rebschule ist es, widerstandsfähige Rebsorten zu schaffen.

Wo können Weinstöcke angepflanzt werden:
In fast ganz Deuschland können viele verschiedene Weinstockarten bis zu einer Höhe von 500 Meter angepflanzt werden. Hierbei sollte die Ausrichtung des Weingartens Südost bis Südwest sein. Falls Ihre Weinanpflanzung in Gebieten von + 500 Meter über den Meeresspiegel liegt, sollten Sie frühreifende Weinsorten anpflanzen!

Die beste Pflanzzeit:
Weinreben, die in Töpfen oder Containern angeboten werden, können das ganze Jahr über eingepflanzt werden. Beste Pflanzzeit ist das Frühjahr oder der Herbst.

Die Vorbereitung:
Sollten Sie einen lockeren Gartenboden besitzen, wo Regenwasser gut abfliesst, so reicht eine Pflanztiefe von ca. 40 cm. Besitzt Ihr Boden keinen guten Abfluss und ist sehr hart, so sollten Sie ca. 80 bis 100 cm Boden ausgraben und das Erdreich auflockern. Zuerst füllen Sie Kies oder Steine bei, damit das Regenwasser in der Zukunft gut abfliessen kann. Danach bedecken Sie den Kies oder die Steine mit der untersten Schicht vom Boden. Das restliche Erdreich sollte aufgelockert und kann danach wieder ins Erdloch aufgefüllt werden.

Sollte diese Massnahmen nicht helfen, kann nur eine Regendrainage Abhilfe schaffen. Falls Sie viele Steine besitzen, so können Sie Furchen ausgraben und diese mit Steinen versehen. Auf diese Weise kann das Regenwasser unterirdisch abfliessen. Ansonsten müssen Sie spezielle Wasserrohre kaufen, wo man erstklassige Drainagen herstellen kann. Der Fachhandel wird Sie beraten! Es gibt viele Lösungen, damit man einen Garten trocken bekommt!

Wieviel Rebstoecke brauche ich?
Eine Rebe an der Hauswand kann bis zu 4 m² Platz benötigen. Im Freiland ca. 1.4 m². Bei der Anpflanzung sollte Sie einen Abstand von 50 cm zur Nachbarpflanze einhalten.

Rankgitter
An Hauswänden können Sie mit 10 cm Abstand ein Holzgitter einfach herstellen. Im Freiland werden Pfähle mit Drahtseile verwendet, die später in der Lage sind, die Früchte zu tragen.

Was ist noch wichtig:
Viele Gartenböden besitzen zu viele Salze, die durch Überdünnung (Torfsubstrate) entstanden
sind! Falls Sie zuviel Kompost im Garten vergraben haben, können Gärgase die Wurzeln der Weinstöcke beschädigen! Sollte Ihr Rankgitter bis in die Erde reichen, sollten Sie den unteresten Teil nicht mit Holzschutzmittel bestreichen! Holzschutzmittel schützen zwar das Holz, können jeoch die Weinpflanze beschädigen.

Auf folgender Seite möchten wir Ihnen einige Rebschulen vorstellen:

Worauf es in erster Linie ankommt:
Nicht der Standort oder Lage von Ihrem kleinen ''Weingut'' ist Garant für den Weinanbau.
Einen idealen Rebstock für Ihren Garten wird es nicht geben. Jede Region in Deutschland hat besondere Klimaverhältnisse. Daher kommt es auf die Wahl Ihrer Rebsorte und Ihres Unterbodens in erster Linie an.

Gefahren:
Falscher Mehltau - Besonders Weinpflanzen, die viel Regen ausgesetzt sind, können den falschen Mehltau bekommen. Die Blätter und Früchte werden befallen. Der ''Echte Mehltau'' tritt in trockenen Sommern auf. Weinblätter und Weintrauben sehen aus, als ob sie mit Mehl bestäubt worden sind. Befragen Sie den Fachhandel nach Gegenmittel.

Wespenproblem:
Wespen mögen gerne Weintrauben und können Ihre kleine Weinernte bedrohen. Es hilft nur ein
Gegenmittel und das sind Gazebeutel, die Sie um Ihre Weintraube binden sollten!

Der Schlüssel des Erfolges:
Besuchen Sie eine Rebschule in Ihrer Umgebung. Teilen Sie dem Fachpersonal mit, in welcher Lage Sie Weinbau betreiben möchten. Ob kleiner Weinberg oder Pflanzkübel auf dem Balkon - hier bekommen Sie Ihre spezielle Weinrebe für Ihren Garten.

Unser Tipp:

Falls Sie nur eine Garagen- oder Hauswand verschönern möchten, so sollten Sie eine blaue Traubensorten auswählen. Nur Sie zeigt im Herbst wunderschöne rote Weinblätter an.

Falls Sie mit Ihrer Rebschule auf unserem Weinguide in Südafrika vertreten sein möchten, so schreiben Sie uns bitte an. Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen zu.

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